Freitag, 11. August 2017

Rezension Der schwarze Thron - Kendare Blake


Der Schwarze Thron - Die Schwestern 

(Band 1 von 3)

Autor: Kendare Blake

  • Herausgeber: Penhaligon 
  • Preis: 14,99€ gebunden // 9,99€ E-Book
  • Buchlänge: 448 Seiten


Three little sisters, 

all fair to be seen.

Two to devour

and one to be Queen. 


Sie sind Schwestern. Sie sind Drillinge, die Töchter der Königin. Jede von ihnen hat das Recht auf den Thron des Inselreichs Fennbirn, aber nur eine wird ihn besteigen können. Mirabella, Katharine und Arsinoe wurden mit verschiedenen magischen Talenten geboren doch nur, wer diese auch beherrscht, kann die anderen Schwestern besiegen und die Herrschaft antreten. Vorher aber müssen sie ein grausames Ritual bestehen. Es ist ein Kampf um Leben und Tod er beginnt in der Nacht ihres sechzehnten Geburtstages … 


Meine Meinung:

Ich hatte große Erwartung an dieses Buch und sie wurden auch (fast nicht) enttäuscht. 

Die Idee fand ich zu Beginn gleich klasse. Vielleicht nicht ganz einmalig nach den ganzen Panem-Abklatschen in letzter Zeit, aber doch irgendwie im Detail eher außergewöhnlich. Zuerst habe ich es mir auf englisch gekauft. Leider gefiel mir da der Präsenz-Stil so gar nicht. Ich hasse es wenn Amerikanische Autoren wie Drehbuchautoren schreiben. Z.b "...", she says.

Also besorgte ich mir zusätzlich die deutsche Version. Beste Entscheidung. 

Die Geschichte auf deutsch hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Sie startet aus der Sicht von Katherine. Danach folgen Arsinoe und Mirabella. Perspektiven immer im Wechsel, wobei bei Arsinoe meist aus der Sicht ihrer besten Freundin erzählt wird, was ich sehr clever fand, da das etwas auflockernd wirkte. (Und Arsinoe zu Anfang eine kleine Mimose ist. Aber sie entwickelt sich natürlich). 

Allerdings fanden die Perspektivwechsel immer recht unangekündigt statt. Man musste ein wenig mitdenken, wenn nach einem Absatz plötzlich wer anderes erzählte. 

Die Charaktere fand ich klasse, am meisten konnte ich mich mt Mirabella identifizieren, den anderen kam ich nahe, da ich Mitleid mit ihnen hatte. Manchmal fand ich es schon sehr brutal was passierte und ab und zu ging es wahnsinnig schnell. Auch rasche Perspektivwechsel verhinderten irgendwie, dass ich den drei Königinnen noch näher kam. Ein bisschen schade. Die Lovestory fand ich ganz süß, obwohl ich dem Herren (ich nenne keinen Namen um nicht zu spoilern, gern die Hammelbeine lang gezogen hätte. So ein Idiot!)

Den Verlauf der Handlung fand ich auch ziemlich klasse, obwohl nicht wahnsinnig was passiert wird und das ganze mir mehr wie ein Auftakt zu Teil 2 vorkommt, den ich nicht erwarten kann zu lesen!

Zwar wusste ich ziemlich schnell, was der entscheidende Wendepunkt am Ende sein würde (ein wenig mehr hätte die Autorin das schon vertuschen können, ich meine allein ein gewisser Name ... Naja) und so kam es dann auch, trotzdem lässt mich diese Entwicklung freudig auf Band 2 blicken. Das kann was werden jetzt!!

Für mich ist "Der schwarze Thron" mein bisheriges Buchhighlight 2017. Klare Leseempfehlung. 


Donnerstag, 10. August 2017

Rezension "Schicksalsbringer, ich bin deine Bestimmung"



Schicksalsbringer - Ich bin deine Bestimmung (Band 1 von 2)

Autor: Stefanie Hasse

  • Herausgeber: Loewe 
  • Preis: 16,95€ gebunden // 9,95€ E-Book
  • Buchlänge: 416 Seiten


Klappentext:

Kiera war noch ein kleines Mädchen, als ihr ein unheimlicher Mann auf dem Jahrmarkt eine geheimnisvolle Münze zusteckte. Jahre später findet sie die Münze beim Aufräumen wieder und verletzt sich daran. Von da an steht Kieras Leben Kopf: An der Schule tauchen die geheimnisvollen Zwillingsbrüder Phoenix und Hayden auf. Und Phoenix – unfreundlich, überheblich, aber wahnsinnig attraktiv – behauptet, Kiera könne mit der Münze das Schicksal beeinflussen. Und daher dürfe er nun einen ganzen Mondmonat lang nicht mehr von ihrer Seite weichen ... 


Meine Meinung:


Nach anfänglicher Verzweiflung doch noch die große Liebe


Ja, ich gebe es zu, auf den ersten Seiten habe ich beinahe überlegt das Buch abzubrechen. Die ersten Kapitel waren mir aus meiner (Autoren-)sicht zu klischeehaft. Außerdem zog es sich ganz schön bis wirklich mal was passierte. Man muss dazu sagen, dass ich mit ruhigen Büchern nichts anfangen kann. Bei mir muss sofort der Hook einer Story erscheinen, der Protagonist ein erkennbares Ziel haben und dann der erste Pinch einsetzen. Nach 130 Seiten hat mich die Autorin allerdings extrem überrascht. Der Schreibstil wurde auf einmal geschmeidiger, ab und zu witzig und die Handlung doch noch richtig spannend! Außerdem verliebte ich mich nach ca. 135 Seiten hoffnunglos in Phoenix. Ich musste dann unbedingt erfahren, wie es mit den beiden und dem Schicksal weiter geht. Zwar ahnte ich bereits wie die große Wendung am Ende aussehen würde, aber das machte mir nichts aus, weil die Charaktere eben so toll waren. Phoenix. Seufz. 

Ein oder zwei mal fand ich ihre Verhaltensweise nicht ganz so passend z.B. die Szene auf den Sofas in der Schule und die Szene davor im Klassenraum (will jetzt nicht spoilern) aber abgesehen davon war es die große Liebe bei mir und den Figuren. Ich konnte mich sehr gut mit Kiera identifizieren und wollte so dringend, dass sie ein Happy End mit Phoenix bekommt! (Ob das passiert, verrate ich natürlich nicht!)

Super fand ich auch die Idee mit dem Schicksal. Immerhin kennen wir alle die einschlägigen Sprüche zum Thema: Das Schicksal lenken, des eigenen Schicksals Schmied sein, Schicksalsgöttin, ... Fast kam es mir vor, als hätte sich die Autorin davon zu diesem Meisterwerk inspirieren lassen. Momentan nach "Der schwarze Thron" mein Lieblingsbuch 2017. Nun warte ich ungeduldig auf Band 2. Lektoriert schneller, Steffi und Loewe Verlag!!😬

Bewertung: 5 von 5 Cookies 🍪🍪🍪🍪🍪


Mehr Rezensionen findet ihr auf meinem blog:  cookiesunderstandme.blogspot.de

Dienstag, 8. August 2017

Schreiburlaub 2017 - Die Macht war mit uns, nur nicht mit meinen Laptops


Die Macht war mit uns - nur nicht mit meinen Laptops


Eine unvergessliche Woche Schreiburlaub liegt hinter mir und meinen Autorenkolleginnen Marlena Anders und Ava Reed. 


Wirklich eine gute Entscheidung von uns, diesen Urlaub auf dem Reiterhof zu buchen. Wenn ihr euch jetzt fragt: Schreiben und Reiten - Wie passt das denn zusammen? lasst euch sagen: Es passt! 


Für mich war Reiten ein toller Ausgleich neben dem Schreiben, denn ganz ehrlich: wer kann schon 12 Stunden oder mehr durchgehend an einem Buch arbeiten, ohne dass das Hirn zermatscht?

Zusätzlich hatten wir uns noch eine Challenge ausgedacht: wer von uns drei die meisten Wörter im Urlaub zu Papier bringt, bekommt ein McDonalds Menü von den anderen ausgegeben! (Wer es gewonnen hat, verrate ich später;) )



Ganz entspannt begann unser Urlaub mit schönem Wetter und 40 Pferden, die wir als erste Aufgabe von der Koppel geholt haben. Wie die Herde auf einen zugalloppiert ist immer wieder berauschend. Da ich die meisten Pferde seit 2001 kenne (ich fahre seit 16 Jahren 1-2 mal pro Jahr auf den Gutshof), für mich das Paradies! 


Bis auf die Fliegen. Ihr habt noch nie so viele Fliegen gesehen. Überall. In unserem Schlafzimmer besonders. Glücklicherweise waren wir im Besitz einer Fliegenklatsche, die praktisch ohne Unterbrechung im Einsatz war. Wir nannten sie auch "Die Macht". 

Zahlreiche Runnig-Gags rankten sich darum. Wahlweise benutzen wir sie wie ein Laserschwert, den Schatz von Gollum oder ein Ninja-Samurai Schwert. Immer darauf bedacht, keine Fliegen und Stechmücken anzulocken, wechselten wir täglich mehrmals unauffällig den Schreibort. "Wir gehen jetzt auf den Balkon.  Aber die Mücken dürfen nicht merken, dass wir da sind!"


Nach zwei Tagen schreiben auf dem Balkon, im Garten und im Wohnzimmer, gab leider nur mein geliebter Laptop den Geist bzw. den Akku auf. Ich befinde mich quasi immer noch im Trauermodus und warte auf die Lieferung des neuen Akkus. Aber da ich nur 40 Min entfernt wohne, konnte ich fix nachhause fahren und meinen alten Läppi sowie das Netbook holen. 


Des einen Freud, des anderen Leid stellte übrigens der äußerst dünn gesäte Handy- sowie WLAN Empfang dar. "Google doch mal!", wurde schnell zum Running Gag zwischen uns, da sich die Recherche zu Buchprojekten recht schwierig gestaltete (dafür aber lustig!). 


Nach 3 weiteren Tagen streikte dann auch mein Netbook (Bildschirm hinüber) und ich war froh, geistesgegenwärtig noch einen dritten Laptop eingepackt zu haben. 


Die Sonne wurde mehr und ich zog mich am liebsten mit meinem kleinen Planschbecken (unter den neidischen Blicken der Kinder anderer Feriengäste) in den Garten zurück. Mein Planschbecken, meeeein Schaaaaatz! (Den Fehler mein Privatplanschbecken mit Kindern zu teilen, hatte ich bereits 3 Jahre zuvor gemacht und statt einem erfrischenden Pool ein Schlammbad bekommen. Der weiße Planschbeckenboden ist selbst nach stundenlanger Reinigung immer noch mittelbraun gefleckt.)

Mein liebstes Pferd Carmina und ich genossen es, in dieser Woche Sonne und Wind um unsere Nasen zu spüren. Herrlich!


Letztendlich nachdem das Korrektorat von Aschenputtel fertiggestellt war, schaffte ich es schreibtechnisch noch auf knapp 12.000 Wörter, womit ich die McDonalds Challenge gewann!


Am letzten Abend, was quasi schon Tradition ist, wollte ich mal wieder meine Immenhof DVD Sammlung und meinen Beamer auspacken. Blöd nur, wenn der einzige Latop mit DVD-Laufwerk wie eine tote Fliege in der Ecke das Lebensende simuliert. Ein Ersatz wurde gefunden und ich sprach die obligatorische Warnung (die wie immer nicht eingehalten wurde) aus: "Aber verliebt euch nicht sofort alle in Edelbert!" Ziemlich viel Gekicher seitens Marlena, Ava, Antonia und Paul (2 weitere Freunde von mir, die dabei waren). Am Ende, was soll ich sagen: ein grandioses Urlaubsfinale mit Chips, Gelächter, Hunden, Katzen, Pferden und der Macht!



Zudem bin ich erfreulicherweise nun bestens über alle Buchnews von Ava Reed und Marlena Anders informiert. Leute, es kommt Großes auf uns zu! Ihr könnt gespannt sein, was die beiden bald auf den Markt bringen. Schaut sie euch doch mal auf Facebook oder Amazon an. 


Liebe Grüße 

Eure Nina