Montag, 29. Februar 2016

Blogtour und Interview zum Buch "Die Magie der Namen"



 
Ab heute (1.3.) gibt es endlich „Die Magie der Namen“ von Nicole Gozdek zu kaufen! Ich bin sehr stolz sie persönlich zu kennen und Teil ihrer Blogtour sein zu dürfen. Gestern habt ihr bei schlunzenbuecher.blogspot.de schon etwas zur Besonderheit der Namensgebung: Magie, Bedeutung – erfahren und morgen geht es auf kasasbuchfinder.de weiter zum Thema: Bedeutung von Namen in anderen Romanen (Fantasy/Jugendbuch).
 

Heute dreht sich alles um die Autorin. Ich habe ihr ein paar Löcher in den Bauch gefragt und hier findet ihr die Antworten zu Nicole Gozdeks Interview. Wolltet ihr schon immer mehr zu ihr erfahren und seid vielleicht neugierig auf ihre neuen Projekte? Dann ist das ganz sicher etwas für euch! Vergesst nicht bis ganz unten zu lesen und am Gewinnspiel teilzunehmen!








Interview mit der Autorin Nicole Gozdek:

Möchtest du dich mal kurz vorstellen?

Danke, Nina, sehr gerne. Mein Name ist Nicole Gozdek, ich bin 37 Jahre alt und liebe Geschichten. Hauptberuflich bin ich Online-Redakteurin und in meiner Freizeit Autorin von Fantasy- und humorvollen Gegenwarts-Romanen, dazu eine ausgeprägte Leseratte, begeisterte Buchbloggerin sowie leidenschaftliche Sammlerin von Geschichten in Form von Büchern und DVDs und wenn ich ein bisschen Zeit übrig habe (was leider selten vorkommt), greife ich auch gerne mal zu Pinsel und Aquarellfarben oder zum Bleistift, um die Landschaften und Karten in meiner Phantasie zu Papier zu bringen.


Du hast ja schon ziemlich viel erreicht! Was würdest du sagen, waren deine persönlichen Highlights bisher? Was waren die schönsten Momente in deiner Schreibkarriere?

Die schönsten Momente in meiner Schreibkarriere, nun das war neben dem Moment, als ich zum ersten Mal einen meiner Romane bei einem Online-Buchhändler gesehen habe und verdammt stolz darauf war, dass ich mich getraut hatte, als Autorin mit einer meiner Geschichten („Königreich zu verschenken“)  in die Öffentlichkeit zu treten, ganz klar der Piper Award #erzaehlesuns. Als ich Ende 2014 vom Wettbewerb des Piper Verlags für neue Autoren erfuhr, hätte ich nie damit gerechnet, ihn auch zu gewinnen. Eine Zeitlang war ja noch nicht einmal klar, ob ich überhaupt teilnehmen konnte, denn mir blieb nur wenig Zeit, um „Die Magie der Namen“ zu schreiben. Dass ich es geschafft habe, einen Roman in nur 44 Tagen zu schreiben und das trotz Vollzeitarbeit, war für mich schon ein gewaltiger Erfolg. Doch dann bin ich Runde um Runde weitergekommen und plötzlich stand ich im Finale unter den besten Fünf. Mit dem Gewinn des Wettbewerbs ging ein großer Traum von mir in Erfüllung. Am 1. März erscheint nun mein Fantasyroman „Die Magie der Namen“ und ich kann das Buch nicht nur als E-Book lesen, es als Hardcover in den Händen halten, sondern mir zudem auch als Hörbuch, gelesen vom genialen Jacob Weigert, vorlesen lassen. Und in Kürze darf ich außerdem als Autorin auf die Leipziger Buchmesse, Interviews und Lesungen geben. Das ist großartig und ich freue mich jeden Tag über das Glück, das ich habe. Auch wenn ich noch ganz am Anfang meiner Autorenkarriere stehe, habe ich schon Highlights erleben dürfen, von denen andere Autoren nur träumen, und das ist nicht selbstverständlich.


Wie kam es dazu, dass du mit dem Schreiben angefangen hast?

Büchermangel! ;-) Ich bin schon immer eine Leseratte gewesen und konnte die Bücher gar nicht schnell genug verschlingen. Mein Taschengeld ging größtenteils für neue Bücher drauf und die Bibliotheken in meiner Nähe hatten irgendwann auch nicht mehr genug Lesenachschub für mich, der mich interessierte. Also fing ich an, mir Geschichten auszudenken. Mit 17 Jahren, als ich immer häufiger gefragt wurde, was ich nach dem Abitur machen wollte, war für mich plötzlich klar: Ich werde Autorin! Ab da begann ich komplette Romane zu schreiben.
 

Was bedeutet Schreiben für dich? Ist es mehr Hobby oder Arbeit?

Wenn du mit Hobby die Leidenschaft fürs Schreiben meinst, das Gefühl, unbedingt schreiben zu müssen, weil die Geschichten einfach raus müssen, dann ganz klar Hobby, selbst wenn ich eines Tages meinen Lebensunterhalt mit Schreiben verdienen sollte. Ich empfinde Schreiben nicht als mühsame Arbeit, sondern als Entspannung und kann dabei super von einem stressigen Tag oder einer anstrengenden Woche abschalten – übrigens genauso wie beim Lesen. Mir gefällt es, mich dabei kreativ austoben zu können, phantastische Welten zu erfinden, mit meinen Helden auf Abenteuer zu gehen, mich zu fragen, wie sie wohl auf eine bestimmte Situation reagieren, was sie empfinden, … Du merkst schon, ohne Schreiben kann ich mir ein Leben gar nicht vorstellen. Wenn ich jeden Tag schreiben kann, meinen Lesern die Geschichten gefallen und ich eines Tages davon leben kann, wäre das ein Traum.
 

Woher nimmst du die Ideen für deine Geschichten?

Mich überrascht es selbst manchmal, wo die Ideen herkommen. Nehmen wir beispielsweise die Idee zu „Die Magie der Namen“. Die hatte ich im Sommer 2008 bei der Gartenarbeit und dazu muss man wissen, ich hasse Gartenarbeit. Um die Zeit also möglichst schnell rumzubekommen, habe ich über mein damaliges Schreibprojekt – eine High Fantasy-Geschichte – nachgedacht und über die Namen, die ich dafür erfunden habe. Ich neige dazu, klangorientiert Namen zu erfinden. Manche „weiche“ oder energisch klingende Namen stehen für mich für die Namen von Helden, hart klingende Namen tragen eher Bösewichte. Doch was wäre, wenn die Namen nicht nur eine bestimmte Persönlichkeit assoziieren, sondern der Name wirklich die Persönlichkeit ist? Und so war die Grundidee für „Die Magie der Namen“ geboren.

Im Grunde ist für mich die Frage „Was wäre wenn …“ der Startpunkt für jede neue Geschichte. Ich beginne, Fakten und Gesetzmäßigkeiten unserer Welt in Frage zu stellen, Ideen, die normalerweise nicht zusammengehören, miteinander zu kombinieren und plötzlich entstehen Ideen zu neuen Geschichten. Das Ganze passiert dabei häufig unterbewusst und die besten Ideen kommen mir in der Regel abends kurz vor dem Einschlafen. Bei mir beginnt eigentlich jede neue Geschichte mit einer Idee, die Figuren kommen danach.


Zu welcher Tagesszeit und an welchem Ort schreibst du am liebsten?

Am liebsten schreibe ich am Wochenende auf meinem Sofa. Dann kommt es häufig vor, dass ich morgens nach dem Frühstück anfange und mit ein paar Pausen bis abends durchschreibe.



Wenn Du einen neuen Charakter entstehen lässt, orientierst du dich dann an Personen in deinem Umfeld? Und wer wäre das zum Beispiel?


Die Frage kann ich ganz klar mit Nein beantworten. Jede meine Figuren ist frei erfunden, es gibt keine lebenden Vorbilder, noch nicht mal bei der äußeren Erscheinung. Es ist eher so, dass die Figuren eines Tages bei mir anklopfen und ich versuche herauszufinden, wer sie sind und wie sie reagieren, wenn ich sie vor bestimmte Herausforderungen oder Gefahren stelle.

Hast du Autoren, die ein absolutes Vorbild für dich sind? Wenn ja, warum?

Ich habe eine ganze Reihe Lieblingsautoren, hauptsächlich aus dem Fantasy-Genre, und Autoren, die ich bewundere, aber wenn es um Autoren-Vorbilder geht, dann ist das in erster Linie Brandon Sanderson. Er schreibt High Fantasy-Romane, die mich mit ihrer Originalität, Einzigartigkeit, ihren fesselnden Magiesystemen und packenden Figuren einfach jedes Mal wieder vom Hocker hauen. Jedes Buch, das ich von ihm lese, ist einfach genial und perfekt – wenn ich das bei meinen eigenen Geschichten nur einen Bruchteil so gut hinbekomme, kann ich mich echt glücklich schätzen.


An welchen Schreibprojekten arbeitest du gerade? Verrätst du uns das?

Momentan schreibe ich, was ich früher nie gedacht hätte, sogar an mehreren Projekten gleichzeitig. Zum einen bin ich bereits wieder in der Welt von Tirasan unterwegs, aber da möchte ich euch noch nicht mehr darüber verraten. Zum anderen schreibe ich an einer weiteren High Fantasy-Geschichte namens „Licht und Schatten“, die auf einen Leserwunsch hin entstanden ist und die man auf Wattpad verfolgen kann. Eine weitere angefangene Geschichte ist „Die magische Schatzsuche“, ebenfalls Fantasy, allerdings mit einer guten Portion Humor und Situationskomik. Die Geschichte, die ich jedoch momentan am intensivsten schreibe, einfach weil die Idee und die Hauptfigur mich nicht anders lassen, ist „Murphy“, ein zeitgenössischer Fantasy-Schelmenroman. Und dann habe ich noch Ideen für den 3. Band meiner High Fantasy-Reihe „Helden von Arphelien“, weitere Fantasy-Geschichten und sogar ein Krimi-Projekt. Wenn man sich magisch klonen lassen könnte, wäre ich wahrscheinlich in der Warteschlange die Erste, um mehr Schreibzeit für all meine Ideen zu ergattern. :-)
 

Was würdest du jungen Autoren, oder denen, die es werden wollen, raten?

In erster Linie viel schreiben und viel lesen. Man kann sich sehr viel bei anderen Autoren abschauen, was Weltenbau, Figurenentwicklung, Beschreibungen, Handlungsaufbau, etc. betrifft. Aber dazu muss man auch selbst viel schreiben und ausprobieren, seinen eigenen Stil entwickeln. „Ich schreibe jetzt einen Roman wie Autor XYZ“ funktioniert in der Regel nicht gut. Als Autor muss man ein Gefühl dafür entwickeln, wie Geschichten und Figuren für sich selbst am besten funktionieren. Dafür kann man natürlich einen Schreibratgeber nach dem anderen lesen, aber das meiste lernt man meiner Meinung nach durch Schreiben, Schreiben und nochmals Schreiben. Zusätzlich ist ehrliches und konstruktives Feedback wichtig. Klar, können Freunde oder Verwandte die Geschichten vorab lesen, doch sie sind in der Regel keine guten Kritiker, da sie die Autoren ja mögen und nicht verletzen wollen. Um sich als Autor zu verbessern, ist Kritik aber notwendig. Ich würde jungen Autoren daher raten, sich in Schreib-Communities zu engagieren, bei Schreib-Wettbewerben mitzumachen oder ihre Geschichten entfernten Bekannten zum Testlesen zu geben. Und wenn dann Kritik und Verbesserungsvorschläge kommen, nicht beleidigt zu sein, sondern darüber nachzudenken und versuchen die Verbesserungsvorschläge umzusetzen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und auch ich würde meine ersten beiden Manuskripte heute auch niemandem mehr zeigen, geschweige denn zum Lesen geben, weil sie einfach nicht gut waren. Also traut euch! Seid kreativ, probiert was aus und vor allem habt Spaß beim Schreiben!


 
Gewinnspiel:


Zu gewinnen während der Blogtour gibt es 3 wundervolle Magie der Namen Pakete bestehend aus:

einer ivi-Tasche, ein Exemplar des Buchs „Die Magie der Namen“ und 1-2 Lesezeichen

Um zu gewinnen, müsst ihr nur die Gewinnspielfrage beantworten: An welchem neuen Buchprojekt arbeitet die Autorin gerade am intensivsten?

Mit jeder richtigen Antwort an jedem Blogtag sammelt ihr ein Los, also macht bei so vielen wie möglich mit!

Zeit bis einschließlich dem 08.03.2016 Zeit, danach lost der Piper Verlag zeitnah aus.

 

Teilnahmebedingungen:

Ihr müsst mindestens 18 Jahre alt sein oder die Zustimmung eines Erziehungsberechtigten vorweisen.

Ihr seid einverstanden, dass im Gewinnfall Euer Name öffentlich bekannt gegeben wird.

Im Gewinnfall wird die Adresse an den Piper Verlag weitergegeben.

Eine Barauszahlung ist nicht möglich.

Für auf dem Postweg verloren gegangene Ware übernehmen wir und der Verlag keine Haftung.

Versand nur innerhalb Deutschlands, Österreich und der Schweiz.






 *Update vom 12.3.*:
Die drei glücklichen Gewinner sind:
BeaSwissgirl
Dani Schwarz
VanaVanille

Bitte schickt eure Adressen an: katjawiese@hotmail.de
Betreff: Fan-Paket Die Magie der Namen
 


 

 

 

Montag, 22. Februar 2016

2 atmosphärische Heyne Romane

Im Spiegel ferner Tage
Autor: Kate Riordan
* Herausgeber: Heyne
* Preis: 9,99€ Taschenbuch
* Buchlänge: 544 Seiten

"Ein mystischer Pageturner - der einen noch tagelang im Bann hält"

Inhalt: 

London, 1932. Als die 21-jährige Alice ungewollt schwanger wird, schickt ihre Mutter sie auf ein Gut im malerischen Gloucestershire, um den Namen der Familie zu schützen. Fasziniert von dem verwunschenen Anwesen erwacht Alices Neugierde, und sie erfährt von dem tragischen Los der einstigen Gutsherrin Elizabeth. Das Geheimnis um die schöne Frau berührt sie auf eigentümliche Weise, und Alice begibt sich auf Spurensuche. Sie entdeckt eine große Liebesgeschichte - und einen schlimmen Verrat …

Meine Meinung:
Ich bin gut in dieses Buch hineingekommen. Hauptsächlich wird aus Alices Sicht erzählt, die leider keinen Mann findet und dann auch noch ungewollt von einem verheirateten Mann schwanger wird. 1932 ein Skandal!
Sie wird kurzerhand aufs Land verfrachtet, wo ihr größtes Hobby das Aufdecken des Schicksals von Elisabeth und deren kleinen Tochter Isabell wird. Um den Verbleib der ehemaligen Gutsherrin ranken sich viele Gerüchte und die Gutsverwalter schweigen beharrlich. Einige Kapitel werden dann mithilfe eines Zeitsprungs von Elisabeth 1898 erzählt und Puzzlestück für Puzzlestück wird dann das Mysterium um sie aufgedeckt

Figuren: Ich konnte mir alle Figuren gut vorstellen und mich gut in sie hineinversetzen. Nur Tom blieb etwas undurchsichtig für mich. 

Schwachstellen: Ab und an wird etwas sehr langsam erzählt worunter die Spannung leidet

Fazit: Insgesamt ein sehr spannendes Buch mit Gruselanteilen, das mich noch tagelang im Griff hatte. Tatsächlich habe ich noch länger an Elisabeth und ihr Schicksal gedacht. Für mich ein absoluter Pageturner über ein bewegendes Schicksal. 
Wertung 4 von 5 Sternen


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Das Pfirsichhaus 
Autor: Courtney Miller Santo
* Herausgeber: Heyne
* Preis: 9,99€ Taschenbuch 
* Buchlänge: 464 Seiten

Inhalt: 
Lizzie steckt in einer handfesten Lebenskrise. Als sie erfährt, dass das Haus ihrer verstorbenen Grandma Mellie abgerissen werden soll, will sie das nicht einfach hinnehmen. Gemeinsam mit ihren gleichaltrigen Cousinen Elyse und Isobel beschließt sie, ein paar Monate am Mississippi zu verbringen und das verwinkelte Haus zu renovieren. Dabei findet sie nicht nur zu sich selbst sondern entdeckt auch ein paar Dinge, die sie auf die Spur eines gut gehüteten Familiengeheimnisses bringen ...

Meine Meinung: Lizzie hat mir gleich von der ersten Seite an gefallen. Ihr Charakter ist meinem sehr ähnlich und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen auch in ihren Lebenstraum, dem die Knieverletzung im Weg steht. Auch ihre Cousinen Elyse und Isobel mochte ich. Die Idee, dass sie gemeinsam das Haus ihrer Großmutter renovieren, fand ich sehr süß, hätte mir aber noch mehr Familiengeheimnis gewünscht, so wie es im Klappentext steht. Das kommt mir leider etwas zu kurz. 


Figuren:
Die Figuren bleiben bis auf Lizzie ziemlich blass und man kann sich nicht gut in sie hineinversetzen bzw. ihre Motive, das was sie antreibt bleibt blass und Elyse verhält sich etwas sehr kindisch. 

Schwachpunkte: Die Geschichte kommt sehr langsam ins Rollen, man denkt oft, jetzt muss doch mal was passieren? Dann passiert aber nicht viel. 
An manchen Stellen ist der Schreibstil auf einmal recht holprig. 

Fazit:
Insgesamt fand ich den Schreibstil sehr angehm. Die Story plätschert so vor sich hin, ist aber nett für Zwischendurch und sehr entspannend. Für mich zwar kein Buchhighlight aber sehr angenehm zum Träumen. 
Wertung 3,5 von 5 Sternen

Sonntag, 21. Februar 2016

Ich bin Teil der "Die Magie der Namen" Blogtour!!


wow, ich bin sehr stolz verkünden zu dürfen, dass ich am 01.03. mit einem Interview der Autorin Teil der Blogtour bin😊. Seid gespannt!!
Eure
Nina

Donnerstag, 11. Februar 2016

Rezension "Infernale" - Sophie Jordan


Infernale
Autor: Sophie Jordan
* Herausgeber: Loewe
* Preis: 17,95€ Hardcover 
* Buchlänge: 384 Seiten

Inhalt: 

Von klein auf hörte ich Wörter wie begabt. Überdurchschnittlich. Begnadet.
Ich hatte all diese Wünsche, wollte etwas werden. Jemand.
Niemand sagte: Das geht nicht.
Niemand sagte: Mörderin.Als Davy in einem DNA-Test positiv auf das Mördergen Homicidal Tendency Syndrome (HTS) getestet wird, bricht ihre heile Welt zusammen. Sie muss die Schule wechseln, ihre Beziehung scheitert, ihre Freunde fürchten sich vor ihr und ihre Eltern meiden sie. Aber sie kann nicht glauben, dass sie imstande sein soll, einen Menschen zu töten. Doch Verrat und Verstoß zwingen Davy zum Äußersten. Wird sie das werden, für das alle Welt sie hält und vor dem sie sich am meisten fürchtet - eine Mörderin?

Zum Buch:
Ich fand die Grundidee des Buchs sofort super clever, denn die Autorin greift hier ein aktuelles Thema auf: Attentäter und zunehmende Gewalt in der Bevölkerung. Es ist Sophie Jordan gelungen ein wirklich einleuchtend realistisches Zukunftsbild zu zeichnen. Man fragt sich unweigerlich: Was wäre, wenn man in Zukunft wirklich Mörder anhand eines Gentests erkennen könnte? 
Im Verlauf des Buchs (der der Autorin im Übrigen extrem spannend gelungen ist) fiebert man auf jeder Seite mit der armen Davy etwas mehr mit. Sie wurde als HTS-Genträgerin identifiziert und dadurch quasi von der Gesellschaft ausgestoßen. Man fragt sich unweigerlich, ob dieser Hass und die Demütigungen, die sie danach von "normalen" Mitmenschen erfährt, nicht einfach dazu führen müssen, dass sie doch irgendwann zur Mörderin wird. Obwohl sie eher das Gegenteil einer Mörderin zu sein scheint. Ich an ihrer Stelle hätte mir ja zumindest überlegt, meine Ex-Bestefreundin umzubringen, nach den Grausamkeiten, die sie Davy angetan hat .... Jedenfalls kommt man dadurch noch tiefer in die Story rein, man kritisiert automatisch das HTS-System. Schließlich tun normale Menschen den HTS-Trägern schlimme Dinge an, was nicht bestraft wird. HTS-Genträger bekommen dagegen für kleinste Vergehen schreckliche Strafen. Da wird man dann doch nachdenklich. Zumindest ich habe viel über dieses gesellschaftskritische Buch nachgedacht. 
Natürlich kommt die Liebe im Buch auch nicht zu kurz und abgesehen von seinem extremen Beschützerinstinkt, finde ich diesen Aspekt auch realistisch in die Geschichte eingeflochten. 

Schreibstil: Ich liebe die Art wie Sophie Jordan erzählt. Flüssig, atemberaubend spannend und manche Sätze waren so episch, dass ich sie mir notiert habe. Sensationell!
Spannung: Dieses Buch ist ein absoluter Pageturner. Zu meinem Unglück konnte ich nicht aufhören zu lesen und habe dadurch bis nachts halb drei gelesen, wodurch ich in den nächsten Tagen echt müde war. Hat sich aber gelohnt!!

Figuren: Die Figuren konnte ich mir alle sehr gut vorstellen, fand ihren Background plausibel und eben realistisch gezeichnet, vielleicht mit Ausnahme von Sean, dem umwerfenden männlichen Hauptcharakter, ebenfalls HTS-Genträger. 

Schwachpunkte: Das ist natürlich meckern auf hohem Niveau aber mich haben besonders zwei Klischees doch etwas gestört:
1. Davy und Sean müssen in der neuen Schule gemeinsam ein Projekt bearbeiten, bei dem sie sich gegenseitig interviewen müssen. So eine "Wendung" kommt in gefühlt jedem dritten Jugendbuch vor (damit das künftige Paar die Abgründe des anderen erfährt sowie die gegenseitigen Adressen, nehme ich an) und ich kann es einfach nicht mehr lesen! Fällt denn keinem Autor eine elegantere Lösung ein?!? Beinahe hätte ich das Buch an der Stelle weggelegt, aber ich bin froh, dass ich es nicht getan habe. 
2. Auch in gefühlt jedem 3. Jugendbuch legt der männliche Hauptcharakter einen extremen Beschützerinstinkt an den Tag, der aus meiner Sicht nicht realistisch sondern total übertrieben ist. (Fast) immer ist er im richtigen Moment zur Stelle und prügelt sich für Davy und das, obwohl er recht spät wie es scheint, erst Gefühle für sie entwickelt. 

Fazit: Von diesen beiden Kleinigkeiten abgesehen, (schließlich ist kein Buch perfekt) vergebe ich hier die Bestnote. Mich hat das Buch total umgehauen. Ein absoluter Pageturner, der in jedes Buchregal von Dystopie-Liebhabern gehört! Vergesst "die Bestimmung & Co." Hier kommt "Infernale"!! Spannung und Herzrasen garantiert. 
Deshalb vergebe ich 5 von 5 Sternen!!

Sonntag, 7. Februar 2016

Rezension Legend - Fallender Himmel


Legend - Fallender Himmel
Autor: Marie Lu
* Herausgeber: Loewe
* Preis: 17,95€ Hardcover // 9,95€ Taschenbuch
* Buchlänge: 368 Seiten

Inhalt:

Day und June. June und Day.
Day, der meistgesuchteste Verbrecher der Republik, und June, die Hoffnung, die Intelligenteste der ganzen Republik.
Zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Doch plötzlich treffen die Welten der beiden aufeinander
Als June noch klein war, verlor sie auf tragischste Weise ihre Eltern. Seitdem kümmert sich ihr großer Bruder Metias liebevoll um sie. An einem verhängnisvollen Abend jedoch, wird ihr Bruder bei einem Überfall auf das Krankenhaus von keinem geringeren als dem meistgesuchtesten Verbrecher der Republik getötet. Day.
June schwört dem Mörder ihres Bruders Rache und ihr ist kein Mittel zu schade um diese Genugtuung zu erhalten.

Meine Meinung:

Ich bin gut und leicht in die dystopische Welt von June und Day hineingekommen, die abwechselnd aus beiden Sichten erzählt wird. Beide sind hochintelligent und ich fand es sehr spannend mehr über ihre Denkweisen zu erfahren. Sie sind wirklich clever in der Analyse von Situationen und Personen. Echt mal was Neues! Von Anfang an war ich wie gefesselt von den Figuren. 
Zur dystopischen Welt:Zum einen erfährt man vieles über die Glanzseite der Republik, der Elite. 
Zum anderen bekommt man von Day die andere, die schmutzige Seite der Medaille vorgehalten. Das Leben in den Slums, in denen man von Tag zu Tag lebt und nicht weiß, ob man nicht doch eventuell morgen mit der gefährlichen Seuche infiziert ist, um die sich die Reichen keine Sorgen machen müssen, da die sowieso eine Impfung erhalten.
Den Schreibstil mochte ich sehr. Lu schreibt sehr angenehm, sodass der Leser schnell und flüssig lesen kann. Emotionen waren sehr gut beschrieben und ich habe viel mit den Protas mitgefiebert.
Manche Dinge fand ich ein wenig verwunderlich bis unrealistisch aber womöglich geht das nur mir so. Übertrieben fand ich auch eine Flashback-Szene, in der wohl für den Leser rührend dargestellt werden sollte, wie eine Familienfeier für Days großen Bruder von einem Polizist ruiniert wurde. Fand ich etwas zu klischeemässig, aber das ist auch das einzige Klischee, das bedient wird, von der Killer-Seuche vielleicht mal abgesehen. Am Ende ist June erstaunlich wenig für die neue Situation vorbereitet (dafür dass sie doch die Intelligenzbestie schlechthin ist), das ist nun wirklich meckern auf hohem Niveau. Ist schon genial dieses Buch...


Fazit:

Ein wirklich gelungener Start in eine Trilogie, die ich auf jeden Fall weiter verfolgen werde!
Da mich Legend - Fallender Himmel echt umgehauen hat und ich mir sofort Band 2 kaufen musste, erhält das Buch von mir natürlich 5 von 5 Sternen!

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